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Stand: 27.04.2018
  • 12. Juli 2018  - 

    ganztags
  • 31. Dezember 2020

Einsätze in Familien mit besonderen Belastungen

Ausgangssituation
In den Familienpflege- und Dorfhilfediensten hat der Anteil der Einsätze in Familien mit besonderen Belastungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Insbesondere die Unterstützung von Familien in prekären Lebenslagen, die mit einer Vielzahl an sozialen, gesundheitlichen, finanziellen und familiären Problemen zu kämpfen haben und gleichzeitig über wenig Kompetenzen zur Kinderpflege, Haushaltsführung und Alltagsbewältigung verfügen, stellt die Familienpflegerinnen und Dorfhelferinnen vor große fachliche Anforderungen. Insgesamt beginnt sich das Profil dieser familienunterstützenden Dienste zu verändern: die Zahl der jugendhilfefinanzierten Einsätze nimmt zu und immer mehr Dienste haben das HaushaltsOrganisationsTraining® in ihre Angebotspalette aufgenommen. Auch die politischen Initiativen für mehr frühe Hilfen und besseren Kinderschutz eröffnen für die Familienpflege und Dorfhilfe neue Chancen, stellen sie aber auch vor neue Herausforderungen.

Der Deutsche Caritasverband hat mit dem Haushaltorganisationstraining® (HOT) eine Methode entwickelt, die inzwischen nicht nur im Feld gut eingeführt, sondern auch zu einem anerkannten Markenzeichen katholischer Familienpflege und Dorfhilfe geworden ist. Um mit dem Instrumentarium des Haushaltsorganisationstrainings in Familien professionell arbeiten zu können, ist es wichtig, sich mit den Grundprinzipien und Methoden vertraut zu machen. Gleichzeitig ist es von großer Bedeutung, sich mit der damit verbundenen Veränderung der Rolle der Familienpflegerin auseinander zu setzen und dadurch Sicherheit im eigenen beruflichen Handeln zu gewinnen.
Dieser Kurs ermöglicht Familienpflegerinnen und Dorfhelferinnen die Erweiterung ihrer beruflichen Kompetenz und schließt mit der Verleihung des Zertifikates zur HOT-Trainerin ab.


Zielsetzung und Lernansatz
Die Teilnehmer/-innen:

  • lernen die Methode des HaushaltsOrganisationsTrainings® kennen, setzen sich mit den einzelnen Schritten auseinander und üben diese ein,
  • entwickeln einen ressourcen- und lösungsorientierten Blick auf das System Familie,
  • gewinnen Sicherheit in der Arbeit mit besonders belasteten Familien.
  • setzen sich mit dem veränderten Anforderungsprofil und Selbstverständnis der Familienpflege auseinander.


Arbeitsformen
Einzel-, Gruppen und Plenumsarbeit, theoretische Inputs, strukturierter Erfahrungsaustausch und Übungen.

1. Abschnitt (Mo – Fr): Einsätze in schwierigen Familiensituationen

  • Selbstverständnis von Familienpflege; Rollenklärung; eigene Möglichkeiten und Grenzen
  • Diagnose von Familien- und Haushaltssystemen
  • Grundlagen der Gesprächsführung
  • Erstgespräch und Zielvereinbarung, Kontrakt und Dokumentation bei HOT- und anderen Einsätzen
  • Bildung der regionalen Supervisionsgruppen


2. Abschnitt (Mo - Do): Methoden und Instrumente, Rechtlicher Rahmen
  • Familiensysteme begleiten und anleiten
  • Haushaltsführungskompetenz (HOT): Sequentielle Intervention; Anleiten und Kontrollieren
  • Die Rechtslandschaft der Familienpflege/Dorfhilfe
  • Einsätze im Zuständigkeitsbereich der Krankenversicherung / in Kooperation mit dem Jugendamt


3. Abschnitt (Mo – Fr): Systemische Aspekte der Arbeit mit Familien
  • Systemisches Denken
  • Wirkung des eigenen Verhaltens im Familiensystem
  • HOT: lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten
  • Vernetzung familienbezogener Hilfesysteme


4. Abschnitt (Mo – Do): Umgang mit Konflikten in der Familie
  • Die eigene Person und das eigene Handeln bewusst einsetzen; sich selbst als Modell verstehen
  • Beziehungsaufbau / Beziehungsgestaltung; eigenes Kommunikations- und Konfliktverhalten
  • Diagnose von Konflikten; Arbeit an „Lösungen“


5. Abschnitt mit Kursabschluss (Mo – Fr): Profil der Dienste und Mitarbeiter/-innen Familienpflege / Dorfhilfe
  • Qualitätsentwicklung und Positionierung der eigenen Arbeit
  • Kursreflexion und Abschluss
  • Kolloquium mit eingeladenen Gästen


Lernorganisation, Termine und Orte
Der Kurs umfasst fünf Abschnitte (insgesamt 23 Kurstage) und acht eintägige regionale Gruppensupervisionssitzungen. In der Supervision werden konkrete Alltagssituationen reflektiert, die den Kursteilnehmer(inne)n in den Familien begegnen. Jede Gruppe wird von einem Supervisor/einer Supervisorin geleitet, der/die von der Kursleitung benannt wird.
Vor dem eigentlichen Kursbeginn finden die Einführungstage statt. Die Einführungstage dienen dem ausführlichen Kennenlernen von Kurskonzept, Kursleitung und den anderen Teilnehmenden. Alle Fragen bezüglich der Anwendung von HOT können hier geklärt werden.
Der Kurs schließt mit einem Kolloquium ab. Die vollständige Teilnahme am Kurs wird mit einem Zertifikat der Fortbildungs-Akademie bestätigt.
Die separate Buchung von einzelnen Kursabschnitten ist nicht möglich!

Einführungstage: 12. - 13. Juli 2018
1. Abschnitt: 10. - 14. September 2018 (Fünf Tage)
2. Abschnitt: 21. - 24. Januar 2019 (Vier Tage)
3. Abschnitt: 23. - 27. September 2019 (Fünf Tage)
4. Abschnitt: Frühjahr 2020 (Vier Tage)
5. Abschnitt: Herbst 2020 (Fünf Tage mit Kolloquium)

Jeweils Beginn am Montag um 14.30 Uhr mit einer Kaffeepause und Ende am letzten Tag um 12.30 Uhr mit einem Mittagessen.
Alle Termine finden im Caritas Tagungszentrum in Freiburg statt.

Ab einer Teilnehmendenzahl von 14 wird der Kurs mit 2 Kursleiterinnen durchgeführt.


Kosten und Zahlungsmodalitäten
Einführungstage: 60,00 €
1. Abschnitt: 480,00 €
2. Abschnitt: 390,00 €
3. Abschnitt: 480,00 €
4. Abschnitt: 390,00 €
5. Abschnitt: 480,00 €
Kolloquiumsgebühr: 50,00 (einmalig im 5. Abschnitt)
Supervisionsgebühr pro Einheit 110,00 €, insgesamt: 880,00 €
Für die Supervisionstreffen entstehen den Teilnehmenden ggf. zusätzliche Kosten für Fahrt, Verpflegung und Unterbringung.
Teilnahmegebühren insgesamt: 3210,00 €

Zu den Teilnahmegebühren fallen noch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung an.

Der Tagessatz im Caritas Tagungszentrum beträgt derzeit 101,00 €.
Übernachtung mit Frühstück derzeit pro Nacht: 54,00 €
Übernachtung und Verpflegung derzeit insgesamt: 1919,00 €
Die Preise richten sich nach der gültigen Preisliste des Caritas Tagungszentrums, voraussichtlich wird es 2019 eine Preiserhöhung geben.

Die ausführlichen Zahlungsbedingungen sind im Fortbildungs-Vertrag geregelt, der zwischen der Fortbildungs-Akademie und dem Teilnehmenden nach den Einführungstagen abgeschlossen wird. Die Teilnahmegebühr sowie die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden vor Beginn des jeweiligen Kursabschnittes in Rechnung gestellt.

Für Ihre Teilnahme können Sie bei uns verschiedene Fördermöglichkeiten nutzen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Homepage www.fak-caritas.de. Bitte beachten Sie, dass eine von Ihnen beantragte Förderung zunächst mit der Teilnahmegebühr verrechnet wird. Sollte diese Förderung nicht bewilligt werden, wird Ihnen der Differenzbetrag zur vollen Teilnahmegebühr nachträglich in Rechnung gestellt!


Kooperationspartner
mit dem Referat Kinder, Jugend, Familie, Generationen des Deutschen Caritasverbandes e.V., vertreten durch Elisabeth Knaubert
mit dem Dorfhelferinnenwerk Sölden e.V., vertreten durch Elisabeth Groß

Zielgruppe

Familienpflegerinnen und Dorfhelferinnen mit Berufserfahrung.

Max. Teilnehmerzahl

20

Kosten

3.210,00 € zzgl. Kosten für Verpflegung und ggf. Unterkunft

Veranstaltungsnummer

K2018-17

Referent(in)

Dr.
Andrea
Hötger

Religionspädagogin (FH), Diplom-Pädagogin, Gruppenleiterin (DAGG), Supervisorin (DGSv)