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"Guck mal, wer da meckert!"

Nach einigen Monaten der Abstimmung, Planung und Vorbereitung startet nun endlich unser "Beweidungsprojekt". Anfang April nahm unsere Herde, bestehend aus drei Waldschafen und fünf Ziegen ("Tauernschecken") ihre Waldweide oberhalb unserer Gästehäuser in Besitz.

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Vorsichtiger Blick auf die neue Umgebung

Das Vorhaben ist eine konkrete Maßnahme der Fortbildungs-Akademie im Rahmen unseres EMAS-Umweltprogramms unter dem Aspekt Biodiversität und Artenschutz. Hintergrund und Absicht der Beweidung ist vorrangig, in einem natürlichen Prozess eine Vegetation und Fauna sicherzustellen bzw. wieder­herzustellen, die den Ansprüchen des historischen Landschaftsbildes und gefährdeten Lebensraumes für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten des Freiburger Schlossbergs entsprechen. Das naturnahe, parkähnliche Areal der FAK am Freiburger Schlossberg bietet aufgrund der angrenzenden Naturschutzflächen beste Voraussetzungen für einen aktiven Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Das  Gelände der FAK ist nur zu einem Fünftel bebaut bzw. "ver­siegelt" und besteht zum größeren Teil aus Grün-, Streuobst- bzw. Waldflächen. Die Beweidung fügt sich in bereits laufende Projekte im unmittelbar angrenzenden Landschaftsschutzgebiet Schlossberg ein und ergänzt diese in der Bewertung hinzugezogener Experten in idealer Weise.

Über diesen rein naturschutz­fachlichen  Fokus hinaus sollen in diesem Projekt weiterführende Themen­felder im Spannungsfeld Mensch und umgebende Natur entwickelt und adressiert werden. So bietet sich z.B. an, Mitarbeitenden wie Gästen der FAK den Umgang mit und das Leben von (bedrohten) Weidetieren näher zu bringen und sie als Teil unserer Mitwelt begreifen zu lernen.

 

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Impressionen des "Bergpfads" der Fortbildungs-Akademie

Die Beweidung erfolgt durch eine kleine Herde, bestehend aus vorläufig drei Schafen und fünf Ziegen. Das Vorhaben beruht auf einer Kooperation der Fortbildungs-Akademie und Wissenschaftlern der Universität Freiburg sowie der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg. Eigentümer der Tiere sind die Professur für Vegetationskunde sowie Professur für Naturschutz der Universität Freiburg, die das Projekt wissenschaftlich begleiten. Die art­gerechte Haltung der Tiere ist ebenso sichergestellt, wie die Einhaltung rechtlicher und behörd­licher Vorgaben. Die erforderliche Genehmigung der zuständigen Forstbehörde liegt vor.

Wir sind sehr gespannt über die Entwicklung unseres Vorhabens und freuen uns über die Belebung unseres Geländes.

Wenn Sie bei uns zu Gast sind, können Sie gerne zwischen den Häusern 19a und 17a den Bergpfad erklimmen, die wunderschöne Aussicht genießen und schauen, wer da bei uns meckert!